Meine Betriebsweise

Imkern mit Magazinbeuten

  • Blechdeckel
  • Holz-Innendeckel
  • Abdeckgaze
  • 1 bis 2 Honigräume
  • Absperrgitter
  • 1 Brutraum
  • offener Gitterboden

Welches Beutenmaß ?

Nach gründlicher Recherche habe ich beschlossen meine Bienenvölker in leicht modifizierten Hohenheimer Einfachbeuten zu halten, oft auch Liebig Beuten genannt.
Die einfache Bauweise ermöglicht es mir, meine Beuten selbst zu bauen. Dadurch sind die entstehenden Kosten im Gegensatz zum Kauf im Imkerbedarfshandel deutlich geringer. Für den Bau meiner Bienenkästen verwende ich 18 mm starkes Leimholz, das ich im Baumarkt fertig zuschneiden lasse.
Um das Holz im Winter zu schützen benutze ich aussen Alpina Color Abtönfarbe. Diese Lasur enthält keine Lösungsmittel und ist wetter- und lichtbeständig sowie atmungsaktiv.

Rähmchenmaß

Als Rähmchenmaß benutze ich das in Bayern weit verbreitete Zandermaß mit 10 Rähmchen, angeordnet im so genannten “Kaltbau”. Kaltbau bedeutet, dass die Rähmchen in Längsrichtung zum Flugloch ausgerichtet sind. Damit die Rähmchen auch immer denselben Abstand zueinander haben, habe ich mich für Zanderklemmen als Abstandhalter entschieden.

Nur 1 Brutraum

Die Königin legt auf dem Höhepunkt der Volksentwicklung max. ca. 2.000 Eier pro Tag. Die Bienen benötigen ca. 21 Tage für ihre Entwicklung, d.h. 21 * 2.000 = maximal 42.000 Brutzellen pro Volk. Benötigte Brutwaben für Zander theoretisch: 42.000 Brutzellen / 6000 Zellen pro Wabe = ca. 7 Brutwaben.
Somit verbleiben noch 3 Waben für Pollen und Futter. Weiterer Vorteil: Für die Schwarmkontrolle müssen nur 10 Rähmchen kontrolliert werden!

Varroakonzept

  • Totale Brutentnahme nach der letzten Tracht (spätestens Mitte Juli)
  • Brutfreie Völker werden mit Fangwaben oder Oxalsäure im Sprühverfahren behandelt
  • Mitte September 2. Oxalsäurebehandlung je nach Befallsstatus.
  • Restentmilbung im brutfreien Zustand am Jahresende mit Oxalsäure
  • Entnommene Brut wird in “Brutscheunen” gesammelt:

    Verwendung von Brutscheunen:

    Variante 1: Weiselloser Brutsammler mit Nachschaffungskönigin, nach ~16 Tagen wird mit Oxalsäure behandelt und die restliche Brut eingeschmolzen, da die restlichen verbleibenden Brutzellen von den geschlüpften Varroen mehrfachparasitiert werden und keine gesunden Bienen mehr schlüpfen.
    Variante 2: Weiselloser Brutsammler mit Nachschaffungskönigin, es wird alle 3 Tage mit Oxalsäure behandelt und nach dem Auslaufen der Brut (21 Tage) werden die alten Mittelwände entfernt.
    Variante 3: Weiselrichtiger Brutsammler, Brutwaben werden einem Ableger über Absperrgitter aufgesetzt. Nach Auslaufen der Brut werden die brutfreien Waben dann eingeschmolzen und gegen Varroa behandelt. Diese Variante hat den Vorteil, dass weniger Verflug von Bienen aus den Brutscheunen zu den sanierten Völkern stattfindet, der Ableger aber alle Varroen abbekommt.
    Variante 4: Bevor die 1. Nachschaffungskönigin schlüpft wird am Tag 9 ein Kunstschwarm mit einem Großteil der Bienen gebildet.
    Nach 21 Tagen wird mit dem Rest des Volkes ein weiterer Kunstschwarm gebildet.

Totale Brutentnahme (TBE)

Damit können gute 80 % der Varroamilben mit einem Mal aus dem Volk entfernt werden, ohne dass die Bienen für zwei Wochen den Dämpfen der 60%igen Ameisensäure, wie es die Bieneninstitute empfehlen, ausgesetzt werden. Es empfiehlt sich ca. 2 Wochen vor Trachtende mit der TBE zu beginnen.
Nach Abblühen der Sommerlinde und Beginn der Winterlinde ist meist der beste Zeitpunkt für die zeitintensive Brutentnahme. Nach der TBE gehen die Völker nochmal stark in Brut und erzeugen gesunde Winterbienen. Nebeneffekt der TBE: Die Virenbelastung der Völker wird reduziert und die Bienen starten auf frischen Waben komplett neu.

Königinnen-Reserve

Um Drohnenbrütigkeit im Frühjahr wegen Verlust von Königinnen über dem Winter zu vermeiden, werden
1-2 Reserveköniginnen im Mini-Plus System auf 3 Zargen überwintert.