Bienengesundheit

Verbesserung der Gesundheit unserer Bienen

Die Gesundheit der Bienen hängt von der Betriebsweise, der Wahl des Standortes (feucht, sonnig, windig etc.) und der Art der Varroabekämpfung ab. Pestizide und die Varroamilbe sowie Bienenviren schwächen Bienenvölker.
Rund 10-30 Prozent der Bienenvölker überleben meist den Winter nicht. Eine einmalige Varroa-Behandlung im Sommer, wie früher oft praktiziert, reicht heute nicht mehr aus.

Was können Imker noch tun?
Unbedingt Jungvölker bilden um Verluste auszugleichen und im Spätherbst auf Varroabefall überprüfen. Zwar heisst es immer, die Völker sterben an “Reinvasion” von Varroamilben, doch die eigentliche Ursache liegt in der exponentiellen Vermehrung des Parasiten.

Trotz 90% iger Varroareduzierung im Juli würde das Volk im 2. Jahr durch die exponentielle Vermehrung bereits Anfang Juni stark geschädigt sein.

Auch eine zweimalige Behandlung mit 90% iger Varroareduzierung wäre nicht nachhaltig genug um das Volk mehrere Jahre überleben zu lassen

3 Behandlungen sind notwendig

Auch mit nicht so effektiven Behandlungsmethoden klappt es, aber 3 Mal muss behandelt werden.

Wabenerneuerung

Nach der letzten Honigernte wird bei unseren Völkern das gesamte Wabenwerk entnommen und durch frische Mittelwände ersetzt (Totale Brutentnahme).

Königinnenerneuerung

Aus den im Mai erstellten Sammelbrutablegern werden neue Königinnen gezüchtet und auf der Belegstelle Freising begattet.
Ungenügende Königinnen werden bei der Totalen Brutentnahme oder im September/Oktober ausgewechselt. Ein Volk bleibt gesund wenn ein genügend großer Brutumsatz vorhanden ist. In schwachen Völkern vermehren sich Viren, Sporen und Bakterien ungehemmt.

Gute Pollenversorgung

Im Spätsommer, wenn alle landwirtschaftlichen Flächen und Wiesen abgeerntet und abgemäht sind, brauchen Bienen eine gute Pollenversorgung um gesunde Winterbienen zu erbrüten, die zusammen mit der Königin den Winter überstehen müssen. Blühflächen haben für Bauern auch einen Nutzwert: Der Nitratwert im Boden wird massiv gesenkt.
Im September/Oktober gibt es glücklicherweise rund um unseren Bienenstand Phacelia- und Senffelder sowie ausreichende Blühflächen um unsere Völker gesund über den Winter zu bringen.

Eigene Wachsstrecke

Aufgrund des Wachsskandales 2016/2017 bei dem syntetisches Bienenwachs aus China von Mittelwandherstellern gekauft und zur Herstellung von Mittelwänden benutzt wurde, versuchen wir, unsere Mittelwände aus eigenem Wachs herzustellen. So können wir sicherstellen, dass unsere Bienen nicht mit diesem Paraffin- und Stearinverseuchten Wachs in Verbindung kommen. Sollte das Wachs aus eigenem Wachskreislauf nicht reichen, kaufen wir von anderen Imkern Wachs an und lassen es im Labor auf Verfälschungen untersuchen.